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Für wen

Behalten, was Sie lesen – dauerhaft lesbar

Lesezeichen zeigen auf Seiten, die sich ändern oder verschwinden. Ein Clip ist der Text selbst, in einem Format ohne Anbieter und ohne Verfallsdatum, gespeichert dort, wo Sie es entscheiden. Erscheinungsdatum, Quelladresse und Extraktionsweg stehen in der Datei, nicht in einer Datenbank daneben.

Was eine Sammlung verfallen lässt

Eine Sammlung aus zehn Jahren besteht selten aus einem Werkzeug. Ein Teil liegt in einem Dienst, der eingestellt wurde, ein Teil in einem Programm, dessen Exportformat niemand mehr liest, ein Teil in einer Datenbankdatei, die ohne das Programm nichts hergibt. Was übrig bleibt, ist eine Liste von Adressen, hinter denen die Hälfte der Seiten nicht mehr existiert.

Auch die Ordnung geht verloren, nicht nur der Text. Ein exportierter Bestand kommt ohne Datum, ohne Quelladresse und mit Titeln aus der Tab-Leiste zurück, Werbung eingeschlossen. Sie wissen, dass Sie den Artikel hatten, aber weder wann er erschien noch woher er stammt, und damit ist er für alles außer Nachlesen unbrauchbar.

Das dritte Problem merkt man erst bei der Sicherung. Eine Datenbankdatei ändert sich bei jedem Schreibvorgang als Ganzes, also kopiert jede Sicherung sie vollständig neu, und ein einzelner beschädigter Block kann den ganzen Bestand unlesbar machen. Ein Ordner mit Textdateien verhält sich umgekehrt: Nur die neuen Dateien wandern in die Sicherung, jede Datei ist für sich lesbar, und ein Schaden bleibt auf eine Datei beschränkt. Genau deshalb schreibt die Erweiterung einzelne .md-Dateien und legt keine Datenbank daneben.

Was das Archiv trägt

Schlichter Text mit Frontmatter: in zehn Jahren noch zu öffnenbundesarchiv.de
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title: "Recherche im Bundesarchiv"
source: "https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Benutzen/benutzen.html"
published: "2021-02-15"
extraction: "dom"
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Die Bestände sind nach abgebender Stelle, nach Signatur und nach Laufzeit
erschlossen – je nachdem, was über ein Dokument schon bekannt ist.

Ein Archiv aufsetzen

Die Entscheidungen, die ein Archiv tragen, fallen am Anfang: wo es liegt, wie die Dateien heißen, was in jeder Datei steht. Sechs Schritte, danach wächst es von allein.

  1. Wählen Sie einen Ordner, der in Ihre Sicherung einbezogen ist – nicht den Download-Ordner. Ein Archiv, das nicht mitgesichert wird, ist eine Sammlung mit Ablaufdatum, und das merkt man erst beim Datenverlust.
  2. Setzen Sie die Namensvorlage auf {date}-{domain}-{title}. Datum und Domain im Dateinamen machen den Bestand auch dann noch benutzbar, wenn Sie ihn eines Tages ohne jede Suchfunktion vor sich haben – als bloße Dateiliste.
  3. Behalten Sie alle Frontmatter-Felder, extraction eingeschlossen. In zehn Jahren ist der Hinweis, ob ein Text aus dem gerenderten DOM oder aus strukturierten Daten kam, die einzige Auskunft darüber, wie vollständig er war.
  4. Legen Sie Regeln pro Website an, solange der Ordner leer ist: ein Adressmuster, ein Unterordner je Sachgruppe. Eine gewachsene Sammlung nachträglich zu sortieren ist die Arbeit, die man nie macht.
  5. Erfassen Sie beim Lesen, nicht auf Vorrat. Es gibt keine automatische Erfassung und keine Leseliste, die abgearbeitet wird – ein Clip entsteht, wenn Sie klicken, und das hält die Sammlung bei dem, was Sie wirklich gelesen haben.
  6. Prüfen Sie einmal, ob die Sicherung den Ordner erfasst, und legen Sie eine zweite Kopie an einem anderen Ort an. Die Erweiterung verwaltet den Bestand nicht: Sicherung und Ordnung bleiben bei Ihnen.

Einstellungen für Langlebigkeit

Alles hier zielt darauf, dass die Dateien ohne die Erweiterung, ohne den Ordner und ohne Ihr Gedächtnis verständlich bleiben. Deshalb lieber ein Feld zu viel.

EinstellungWertWarum gerade so
Zielordnerein Verzeichnis, das in der Sicherung liegtEin Archiv außerhalb der Sicherung ist eine Sammlung mit Ablaufdatum
Namensvorlage`{date}-{domain}-{title}`Der Bestand bleibt benutzbar, auch wenn er eines Tages nur noch als Dateiliste vor Ihnen liegt
Frontmatteralle Felder, `extraction` eingeschlossenIn zehn Jahren ist der Extraktionsweg die einzige Auskunft darüber, wie vollständig ein Text war
Klick auf das SymbolIn den Ordner schreibenWas drei Handgriffe kostet, wird nicht zur Gewohnheit – und ein Archiv lebt von der Gewohnheit
Bilder`behalten`Der Link dokumentiert wenigstens, dass dort eine Abbildung stand; Bilddateien werden ohnehin nicht heruntergeladen
Regel für Websiteein Adressmuster je Sachgruppe → eigener UnterordnerEine gewachsene Sammlung nachträglich zu sortieren ist die Arbeit, die nie gemacht wird
Der schwierige Fall: ein Findbuch-Eintrag, dessen Seite nie fertig gerendert wurde – der Text kam aus den strukturierten Daten, und `extraction` hält das fest; die ungleichmäßigen Angaben werden zu `**Schlüssel**: Wert`-Zeilendeutsche-digitale-bibliothek.de
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title: "Findbuch – Akten der Reichsbahndirektion"
source: "https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/QW3K7Y2NZ4"
published: "2018-07-30"
extraction: "jsonld-articlebody"
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**Bestand**: R 5 Anh.
**Laufzeit**: 1920–1945
**Umfang**: 34 lfd. m
**Zugang**: nach Voranmeldung im Lesesaal

Die Verzeichnung folgt der abgebenden Stelle; innerhalb eines Bestands ist
nach Signatur und Laufzeit geordnet.

Drei Arten, es zu benutzen

Zehn Jahre Lesen an einer Stelle sammeln

Was Sie behalten wollen, landet beim Lesen in einem Ordner, der in der Sicherung liegt. Ein Klick schreibt die Datei, ohne dass ein Fenster aufgeht; die Regeln legen sie in die passende Sachgruppe.

Nach Jahren ist der Bestand eine Menge von Textdateien, die jedes System öffnet – und der die Erweiterung gleichgültig ist. Einmal geschrieben, hängt keine Datei mehr an dem Werkzeug, das sie erzeugt hat; das ist der eigentliche Unterschied zu einem Dienst.

Einen Umzug auf einen neuen Rechner überstehen

Der Ordner wird kopiert, mehr passiert nicht. Es gibt keine Datenbank zu migrieren, kein Konto zu übertragen und kein Exportformat, das erst wieder eingelesen werden müsste.

Auf dem neuen Rechner erteilen Sie die Ordnerfreigabe einmal neu, weil sie am Browserprofil hängt und nicht an der Erweiterung. Danach schreibt der Klick wieder in denselben Bestand, und die alten Dateien bleiben unberührt.

Denselben Artikel Jahre später noch einmal sichern

Ein Text, den Sie 2021 gespeichert haben, steht heute anders da. Sie erfassen erneut; die zweite Datei bekommt eine angehängte Zahl, und beide Fassungen liegen nebeneinander.

Was daraus wird, entscheiden Sie: Die Erweiterung vergleicht nicht, überwacht keine Seite und meldet keine Änderung. Sie sorgt dafür, dass die frühere Fassung nicht stillschweigend überschrieben wird – das ist der Teil, den man später nicht mehr reparieren kann.

Gegen die üblichen Wege

Sammlungen entstehen auf viele Arten, und die meisten hängen an etwas, das abgeschaltet werden kann. Die letzte Zeile nennt auch, was hier nicht geht.

WegWas dabei herauskommtWas es kostet
Lesezeichen im BrowserEine Liste von Adressen, in Sekunden gesetztKein Text; nach Jahren existiert ein erheblicher Teil der Seiten nicht mehr oder zeigt etwas anderes
Ein Dienst zum SpäterlesenText, durchsuchbar, auf allen GerätenEin Konto, ein Anbieter und ein Exportformat, das jemand einlesen können muss, wenn der Dienst endet
Seiten als PDF sammelnDas Aussehen bleibt erhaltenGroße Dateien, eingeschränkt durchsuchbar, und die Metadaten stehen nirgends als Feld
Ganze Seite mit dem Browser speichernHTML samt Dateien, offline vollständigEin Ordner voller Beiwerk pro Seite, und in zehn Jahren rendert das kaum ein Programm noch so wie heute
Clean ClipperEinzelne `.md`-Dateien mit Frontmatter im eigenen OrdnerKein Abbild des Aussehens, keine Bilddateien, keine automatische Erfassung – und die Sicherung bleibt Ihre Aufgabe

Wenn der Bestand leidet

Entweder existiert die Quelle nicht mehr, oder die Website liefert ihre Bilder nur an die eigenen Seiten aus. Bilder werden als Links gespeichert, nicht als Dateien; die Erweiterung lädt keine Binärdateien herunter. Für Abbildungen, die tragend sind, sichern Sie sie getrennt mit dem Browser und legen sie neben die Notiz.

Warum steht jsonld-articlebody in einer alten Datei?

Weil die Seite damals nie fertig gerendert wurde und ihre strukturierten Daten deutlich mehr Text enthielten als das sichtbare DOM. Der Text ist derselbe, aber Randspalten und Bildunterschriften können fehlen. Genau dafür steht das Feld dort: Es sagt Ihnen Jahre später, wie vollständig der Clip war.

Ich finde eine Notiz nicht wieder

Suchen Sie im Volltext, nicht in der Dateiliste – es sind Textdateien, und die Suche Ihres Systems oder Ihres Editors geht hindurch. Steht {domain} in der Namensvorlage, grenzt schon der Dateiname auf die Website ein, und die Quelladresse im Frontmatter ist ebenfalls durchsuchbar.

Nach einem Browserwechsel schreibt nichts mehr in den Ordner

Die Ordnerfreigabe hängt am Browserprofil, nicht an der Erweiterung, und in einem neuen Profil oder nach dem Löschen der Browserdaten ist sie nicht vorhanden. Wählen Sie den Ordner in den Einstellungen erneut; die bereits geschriebenen Dateien sind davon nicht betroffen und bleiben lesbar.

Was es nicht tut

Es ist kein Webarchiv: Gespeichert wird der Text, nicht das Aussehen der Seite, und Bildschirmfotos macht es nicht. Es lädt keine Bilder, Videos oder anderen Binärdateien herunter – Bildlinks zeigen weiter auf die ursprüngliche Website und laufen ins Leere, wenn diese verschwindet. Es erfasst nicht selbsttätig und arbeitet keine Leseliste ab: Ein Clip entsteht, wenn Sie klicken. Und es verwaltet den Bestand nicht – Sicherung und Ordnung des Ordners bleiben bei Ihnen.

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Fragen

Was, wenn die Erweiterung nicht mehr gepflegt wird?
Ihre Dateien bleiben davon unberührt. Es ist schlichtes Markdown in Ihrem eigenen Ordner, das nach dem Schreiben nicht mehr von der Erweiterung abhängt.
Speichert es Bilder?
Es speichert Bildlinks, die weiter auf die ursprüngliche Website zeigen. Wenn Sie die Bilddateien selbst brauchen, sichern Sie sie getrennt – die Erweiterung lädt keine Binärdateien herunter.
Gibt es eine Obergrenze, wie viel ich erfassen darf?
Nein. Es gibt kein Seitenlimit, kein Tageskontingent und kein Konto.
Wie finde ich später etwas wieder?
Mit der Suche Ihres Systems oder Ihres Editors, denn es sind Textdateien. Der Dateiname trägt auf Wunsch Datum und Domain, und die Quelladresse steht im Frontmatter.
Kann ich denselben Artikel später noch einmal erfassen?
Ja. Bei gleichem Namen wird eine Zahl angehängt, die frühere Fassung bleibt also liegen und lässt sich mit der neuen vergleichen.
Warum einzelne Dateien statt einer Datenbank?
Weil sich beides bei der Sicherung entgegengesetzt verhält. Eine Datenbankdatei wird bei jedem Schreibvorgang als Ganzes neu kopiert, und ein beschädigter Block trifft den ganzen Bestand; bei Textdateien wandert nur das Neue in die Sicherung, und ein Schaden bleibt auf eine Datei beschränkt.
Erfasst es selbsttätig, was ich lese?
Nein. Es gibt keine Hintergrunderfassung, keine Leseliste, die abgearbeitet wird, und keinen Crawler. Ein Clip entsteht, wenn Sie klicken – das hält die Sammlung bei dem, was Sie tatsächlich behalten wollten.
Braucht es ein Konto oder eine Verbindung?
Nein. Extraktion und Umwandlung laufen vollständig im Browser, die Datei wird lokal geschrieben, und die Erweiterung stellt überhaupt keine Netzanfragen. Sie fordert auch keine Host-Berechtigungen an.
Was, wenn ich den Ordner auf einen anderen Rechner umziehe?
Dann kopieren Sie ihn, mehr ist nicht nötig – es gibt keine Datenbank zu migrieren und kein Format einzulesen. Auf dem neuen Rechner erteilen Sie die Ordnerfreigabe einmal neu, weil sie am Browserprofil hängt.
Bewahrt es das Aussehen der Seite auf?
Nein. Gespeichert wird Text mit Struktur, kein Layout und kein Bildschirmfoto. Wenn es Ihnen auf das Aussehen ankommt – bei einer Gestaltung, einem Diagramm, einer Karte –, ist ein Abbild das richtige Werkzeug und dieses hier nicht.